Über die Nutzung von Mitarbeiter*innen-Apps: Immerhin wird jetzt weniger gefaxt

JA! Wir können es auch kleiner!

Neulich wurde ich darum gebeten, einen Blog-Beitrag über unsere Zusammenarbeit mit Staffbase zu schreiben. Wir als T-Systems Multimedia Solutions haben die App, die vor allem für interne Unternehmenskommunikation eingesetzt wird, liebgewonnen und sind darum ziemlich aktiv: Wir nutzen sie zuallererst selbst für unsere Kommunikation. Und wir entwickeln Erweiterungen und Plugins für uns und für Unternehmen, die Staffbase einsetzen möchten, sich aber mit den Standardfunktionen allein nicht zufrieden geben. Da ich mich in meiner Eigenschaft als Kommunikationsberaterin nur am Rande mit den technischen Aspekten solcher Apps beschäftige – dafür haben wir unsere Expert*innen – habe ich zuerst mal Google gefragt.

Wer sich die Mühe macht, den Suchbegriff „Mitarbeiter*innen-App“ bei Google einzugeben  (natürlich habe ich beim Googeln das Sternchen weggelassen, so weit sind die halt noch nicht; Anm.) und Enter zu drücken, kann beim Anblick der Ergebnisse auf die Idee kommen, dass wir uns alle einig sind: Mitarbeiter*innen-Apps sind nicht „das große Ding der Zukunft“, sondern längst die heimlichen Heldinnen unseres Arbeitsalltags. Jede*r weiß über sie Bescheid, alle kennen ihre Vorteile, Nachteile gibt es keine. Information, Kommunikation, Führung – zu jedem Thema herrscht Konsens allüberall: Ohne Mitarbeiter*innen-Apps geht heute im Grunde gar nichts. Prima, hab ich mir gedacht, brauche ich ja gar keinen Blog-Beitrag mehr zu schreiben.

Was sagen Statistiken über die Nutzung von Mitarbeiter*innen-Apps?

Ich wollte schon meinen Laptop zuklappen und Kaffee trinken gehen. Da kam mir beim Aufstehen die Idee, die Gegenprobe zu machen. Wie sieht es denn aus, wenn ich nach Statistiken zur aktuellen Nutzung von solchen Apps suche? Also wieder hinsetzen und wieder Google aufrufen. Zunächst einmal ist es gar nicht so einfach, überhaupt Statistiken zu dem Thema zu finden. Zumindest wenn man – wie ich – faul ist und sich vornehmlich auf die Suchergebnisse von Seite eins bis maximal zwei konzentriert. Nun gut. Am Ende bin ich doch bei einer einigermaßen aktuellen Übersicht von Statista gelandet.

Ernüchternde Zahlen: Die Nutzung von Apps

Statista ist ein renommiertes Online-Portal für – wer hätte das gedacht – Statistiken. Es macht Daten von Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen online zugänglich und ist eine Quelle, der ich ein gewisses Vertrauen entgegenbringe. Ich war jetzt nicht bereit, knapp 50 Euro zu investieren, um die gesamte Studie herunterzuladen. Darum gibt es hier nur die Übersichtsseite mit einer dennoch aussagekräftigen Grafik. Die Entstand wie folgt: Mitarbeiter*innen verschiedener deutscher Unternehmen wurden gefragt: „Wie häufig nutzen Sie die folgenden Kommunikationskanäle in Ihrem Unternehmen?“ Und das sind die Ergebnisse in der Übersicht:

Quelle: Statista.com

Die Aussage zur Nutzung von internen Apps (5 % im Jahr 2017 gegenüber 3 % im Jahr 2016) lässt sich ohne die Studie gelesen zu haben auf verschiedenste Arten interpretieren. Es kann zum Beispiel sein, dass die meisten der befragten Unternehmen einfach keine Mitarbeiter*innen-App im Einsatz haben. Es kann sein, dass zwar eine App existiert, die Mitarbeiter*innen aber nichts von ihr wissen. Es kann sein, dass die Mitarbeiter*innen zwar von solch einer App wissen, sie aber nicht benutzen wollen/können/sollen. Fehlende Endgeräte (nur knapp 60 % der Befragten geben 2017 an, ein Handy oder Smartphone zur Kommunikation mit Kolleg*innen zu nutzen) sind ein weiterer möglicher Grund für dieses Ergebnis.

Immerhin wird jetzt weniger gefaxt.

Wie auch immer wir die Grafik interpretieren: ich bleibe einigermaßen ernüchtert zurück. Wir sind offenbar längst nicht so weit, wie wir sein sollten. Wir sind noch nicht einmal so weit, wie wir zu sein glauben. Für mich sieht es danach aus, dass wir uns schon über die Tatsache freuen müssen, dass die E-Mail irgendwann in den vergangenen Jahren das Fax überholt hat. Ich kann nur hoffen, dass dieser Zeitpunkt vor dem Jahr 2005 liegt – ich traue mich nicht so recht, das zu recherchieren.

Zurück zum Thema. Die Sache mit den Apps in der Statistik bringt mich zu folgender Erkenntnis: Wenn wir darüber sprechen, dass die Standardversion einer Mitarbeiter*innen-App schön und gut ist, unsere selbst entwickelten Plugins und individuellen Erweiterungen aber erst für das i-Tüpfelchen sorgen und maximale Erfolge garantieren, sind wir schon zwei Schritte weiter als die Menschen, die gerade anfangen, sich gedanklich mit der Idee einer App für ihr Unternehmen zu beschäftigen. Im Grunde ein typisches Berater*innen-Problem. Wir malen die große bunte Zukunft auf und hängen damit die ab, die ganz am Anfang stehen und für die wir eigentlich unsere Bilder malen.

Think BIG. Start Small. Experiment now.

Think BIG. Start small. Experiment now.

Das erinnert mich an das Schild an der Eingangstür eines Tattoo-Studios, das ich irgendwann im Vorbeigehen gesehen habe. In großen Buchstaben, unübersehbar stand da: „JA! Wir können es auch kleiner!“ Was im ersten Moment garstig klingen mag, weil man vielleicht einen genervten Ton hineinliest, zeigt im Grunde Empathie. Man kann die Botschaft auch so lesen: „Komm ruhig rein, wir verstehen, dass das erste Tattoo Angst macht und wir finden gemeinsam die Größe, die zu dir passt.“ Jetzt bin ich wieder erleichtert, denn genau das können und tun wir als T-Systems Multimedia Solutions auch.

Wir haben schon so viele Kund*innen kennengelernt und gemeinsam an so vielen Projekten gearbeitet, dass uns Ängste vor den ersten Schritten nicht fremd sind. Wir können nicht nur gut damit umgehen, wir verstehen es vielmehr als Teil unserer Aufgabe, unsere Auftraggeber*innen an die Hand zu nehmen, gemeinsam deren Vision zu schärfen und dem Projekt die richtige Größe zu geben. Gleichzeitig werden wir immer mit einem Bein in der Zukunft stehen und zeigen, was noch alles möglich ist. Wir nennen das „Think BIG – Start small“, und dieses Motto kombinieren wir mit der Aufforderung: „Experiment now!“ Und so freuen wir uns über den kleinsten Schritt in Richtung Zukunft, bei dem wir Unternehmen begleiten dürfen. Denn das ist ohne Zweifel die richtige Richtung.

Zusammengefasst: Ja, wir können „Plugins, Integrationen und Erweiterungen für Staffbase“. Und zwar richtig gut. Aber wir können auch „Konzept für First Steps“ mit Einführungsberatung, Pilotierung, Überzeugunsarbeit beim Betriebsrat und allem drum und dran. Wer sich davon überzeugen möchte, sollte unbedingt die Staffbase Expertin der MMS  Galina Alte kontaktieren.

Zur Information: Dieser Artikel ist ursprünglich im Social Business Evolution Blog der T-Systems Multimedia Solutions erschienen.

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